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Entwicklungstherapie/
Entwicklungspädagogik
Um den besonderen Bedürfnissen
unserer Schüler gerecht zu werden und um sie optimal zu fördern, arbeitet
unsere Schule seit 1999 nach einem speziellen pädagogischen Programm, der
Entwicklungstherapie/ Entwicklungspädagogik (ETEP).
Das Konzept wurde in den 70er Jahren von Prof. Mary Wood entwickelt.
Seit Anfang der 90er Jahre wurde das Modell in Deutschland modifiziert und
in der Praxis erprobt.Ziel der
Entwicklungspädagogik ist die Förderung der sozial- emotionalen Fähigkeiten
und die schnellstmögliche vollständige Reintegration der Schüler.
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| Unsere Schule arbeitet mit dem
Institut für Entwicklungstherapie/ Entwicklungspädagogik e.V. (ETEP Europe)
zusammen. www.etep.org |
Entwicklungspädagogik an der Förderschule für
Erziehungshilfe Plauen
Die 4 Basisannahmen der Entwicklungspädagogik bestimmen unser
pädagogisches Handeln im gesamten schulischen Alltag.
 | den Blick auf die Stärken richten |
 | Freude und Erfolg gewährleisten |
 | relevante, bedeutsame Erfahrungen ermöglichen |
 | der Entwicklungslogik folgen
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ELDiB
Mit Hilfe des ELDiBs (Entwicklungspädagogischer Lernziel Diagnose
Bogen) schätzen wir die sozial- emotionale Entwicklung unserer Schüler
ein.
Die Ergebnisse der Einschätzung helfen uns bei der Diagnostik, ob ein
Förderbedarf im sozial- emotionalen Bereich vorliegt.
Aus dem ELDiB werden die individuellen Entwicklungslernziele für jeden
Schüler abgeleitet. Der ELDiB dient außerdem dazu Lernprozesse zu planen sowie
die sozial- emotionale Entwicklung der einzelnen Schüler zu dokumentieren.
Die individuellen Entwicklungslernziele werden gemeinsam mit
den Schülern vereinbart.
Jeder Schüler kennt seine Ziele und trainiert sie täglich. Am Ende eines
Schultages werden die Ziele mit den Schülern besprochen und entsprechend
ausgewertet.

ETU - Entwicklungstherapeutischer Unterricht
In den Klassen 1 bis 4 finden an unserer Schule täglich 2 Unterrichtsstunden
ETU statt.
Im ETU steht das Training der individuellen Entwicklungsziele der Schüler im
Mittelpunkt. ETU ermöglicht den Schülern sozial- emotionale Kompetenzen auf- und
auszubauen. Die Schüler erleben, dass adäquates Verhalten Freude und Erfolg
bringt.
ETU ist ein hoch strukturierter Unterricht, der in folgende Phasen gegliedert
ist.
| Beginn |
Motivation
Vorstellung des Plans |
| musische
und kreative Phasen |
Tanz, Rhythmik, singen, malen, basteln,
textiles Gestalten |
| Bewegungs-
und Entspannungsphasen |
Bewegungsübungen, Bewegungsspiele,
Entspannungsverfahren (Fantasiereisen, Yoga, Massagen) |
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Arbeitsphasen |
Vermittlung von Lehrplaninhalten aus den
Fächern Deutsch, Sachkunde, Ethik |
| Imbiss |
gemeinsames, einheitliches, gesundes
Frühstück als Quelle von Genuss, Freude und Zuwendung
Förderung der Kommunikationsfähigkeit |
| Abschluss
und Auswertung |
Auswertung und Besprechung der individuellen
Entwicklungslernziele der Schüler |
Die Auswahl der Aktivitäten in den Phasen erfolgt immer unter der
Fragestellung, ob sich die Aktivität dazu eignet die Erreichung der Förderziele
zu fördern.
Inhaltlich stehen alle Phasen unter einem Wochenthema. Das Wochenthema
verbindet alle Aktivitäten sowie die Schwerpunkte der einbezogenen
Unterrichtsfächer. Das Wochenthema hängt in der Klasse aus. Auf dem
Wochenthematisch befinden sich Bücher, Spiele, Materialien zum Thema sowie
Schülerarbeiten und Unterrichtsergebnisse aus dem ETU.
Beispiel für ein Wochenthema in Klasse 2:
Wir sind Lesefreunde
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Phase |
Montag
Die drei Freunde |
Dienstag
Freunde machen alles gemeinsam |
Mittwoch
Die ewige Freundschaft |
Donnerstag
Meine Freunde |
Freitag
Helme Heine |
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Imbiss |
gemeinsames Frühstück
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Beginn |
Plan vorstellen
vorstellen der
Freunde |
Plan vorstellen |
Lied „So groß
wie ein Baum…“
Plan vorstellen |
Lied „So groß
wie ein Baum…“
Plan vorstellen |
Plan vorstellen |
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Arbeit |
Buchbegegnung
kennen lernen
der Freunde
lesen im Buch
Arbeit im
Lesebegleitheft |
Abenteuer der
Freunde im Buch lesen mit Lesefreund(Partnerarbeit)
Arbeit im
Lesebegleitheft |
Nacherzählen
der Lesehausaufgabe mit Freundeherz (Erzählkreis)
Fertigstellen
des Leseheftes |
Brainstorming
zum Thema Freunde
Richtige
Freunde …
Sätze auswählen und schreiben (Partnerarbeit) |
weitere Bücher
von Helme Heine kennen lernen (Kreis)
Schmökerzeit
mit Lesefreund (Partnerarbeit) |
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musisch/ kreativ |
Stabfiguren der
Freunde basteln (Gruppenarbeit) |
Lied „So groß
wie ein Baum soll unsere Freundschaft sein“ |
drei Freunde
malen(Gruppenarbeit) |
Freundschaftsband basteln |
Lieder und
Hörspiel „Ein Fall für Freunde“ anhören und entspannen |
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Bewegung/Entspannung |
Spiel mit den
Stabfiguren |
Bewegungen zum
Lied erfinden |
Traumreise mit
den Freunden „Gute Nacht“ |
Igelballmassage
„Einen Freund verwöhnen“ |
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Abschluss |
Einschätzung der
Entwicklungslernziele |
Unser Handwerkskoffer- Interventionsstrategien
Die pädagogische Grundhaltung, die allen "Werkzeugen unseres Koffers" zu
Grunde liegt, ist die
Akzeptanz und Wertschätzung unserer Schüler.
Die Strategien und Techniken, die wir im schulischen Alltag anwenden, um
Verhaltenskompetenzen auf- und auszubauen,
setzen wir größtenteils aktiv und nicht reaktiv ein.
Wir greifen also nicht erst ein, wenn sich ein Schüler falsch verhalten halt,
sondern tun schon im Vorfeld etwas,
damit sich unsere Schüler angemessen verhalten können.
| Lob und positives Feedback |
| Strukturierung |
| Umlenken und Umgestalten |
| Spiegeln |
| Verbale Interaktion zwischen
Lehrer und PUH |
| Regeln |
| Physische Nähe |

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